Archiv der Kategorie: Natur

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Ich war unterwegs im eigenen Land

Das Land war wie ein fremdes Land

und doch war es mir ein vertrautes Land

Es war wie eine Rückkehr in das Land meiner Kindheit

Gepflegte Häuser und Gärten mit Obst und Gemüse

Weite ungestörte Landschaften und Plätze der Stille

Menschen, wo auch immer, einfach, freundlich mit Freude an der Arbeit und Stolz auf das Regionale

Da hatte ich auch wieder das Gefühl –

das ist mein Land

 

20160513_200747 kl

 

 

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Der Sauerteig, das Leben und der ganze Rest

Seit nunmehr zwei Wochen stand der Ansatz für den Sauerteig wohlbehütet in seiner Wärmequelle. Das Roggenmehl war mit lauwarmem Wasser angerührt worden. Liebevoll wurde jeden Tag etwas frisches Wasser und Mehl hinzugefügt, sorgfältig umgerührt und das Gefäß behutsam erneut in die Wärme geschoben. Dennoch lässt sich beim besten Willen dieses graue, saure und dünnflüssige Etwas nicht als Sauerteig bezeichnen. „Es funktioniert doch sonst auch immer so.“ Eine Stimmung der Verzweiflung beginnt sich auszubreiten. Was ist passiert?

Wer das Glück hat auf dem Dorf aufgewachsen zu sein, hat möglicherweise die natürlichen Jahresrhythmen noch kennen gelernt. Ich denke dabei nicht an die zyklisch wiederkehrenden Winzer-, Oktober- und sonst wie Massensauffeste, obwohl die durchaus noch letzte Relikt davon enthalten. Sondern gemeint sind die Prozesse von Pflügen, Säen, Wachsen und Ernten, dem Wechsel von hoher Energie und Aktivität zu Ruhe. Der Sauerteig braucht Energie, um die Lebensprozesse zu aktivieren und das Brot muss später ruhen, damit es Zeit hat Blasen zu entwickeln und aufzugehen. Offensichtlich lassen sich noch nicht alle Lebensprozesse mechanisch ersetzen. Selbst jenseits jeglicher Romantik existieren diese Vorgänge – auch wenn nicht mehr in Weidekörben und Hanfsäcken gesammelt wird, sondern die automatischen Vollernte-Maschinen über die Äcker rollen.

Das Erlebnis mit dem lieben Freund und wirklich hervorragenden Bäcker zeigt mir wieder einmal deutlich, die natürlichen Kräfte walten doch, ob wir sie bewusst wahrnehmen oder nicht, ob wir sie kennen oder nicht. So sehr wir uns auch anstrengen, die Natur und ihre Prozesse zu leugnen, zu verdrängen zu zerstören, so sehr wirken sie dennoch – auch hinein in ein entseeltes Wirtschaftssystem, in Werkhallen, in dauerbeleuchtete Städte und Büros.

In der Zeit vor Weihnachten sind die Tage kurz und die Nächte lang. Der Antrieb, neue Projekte zu beginnen gering und die Sehnsucht nach dem großen Ohrensessel am Kamin oder der Sauna mit Massage nimmt beständig zu. Ebenfalls zu nimmt die charakteristische Stimmung von gehetzt, übel gelaunt und missmutig; besonders von Menschen in öffentlichen Verkehrsmitteln, Kaufhäusern und ähnlichen menschlichen Begegnungsknotenpunkten. Schnell muss noch jeder Geschäftspartner gegrüßt, eine Adventsfeier organisiert werden und die Wohltätigkeitsveranstaltung wartet auch noch auf den Besuch, weil sich die Geldbörsen, an diesen Tagen besonders leicht und weit öffnen lassen.

Ganz dringend muss noch der Liebesbeweis für Weihnachten käuflich erstanden werden. Da greift man schon mal tief in die Tasche, um die Zeit, die man sich n i c h t genommen hat in Barem zurückzuzahlen.

Das ganze Jahr über lassen sich Nachlässigkeiten oder Fehler verzeihen, nicht so an Weihnachten – dem Fest der Liebe und des Friedens mit der höchsten Selbstmordrate und Rückfallquote bei Suchtkranken.

Es sind keine 100 Jahre her, dass sehr viel mehr Menschen in landwirtschaftlichen geschlossenen Ökosystemen lebten. Da wurde diese Jahreszeit ganz anders begangen:

Die Vegetationsperiode geht zu Ende, die Lebensenergie nimmt ab. Die Feldarbeiten sind abgeschlossen, das Schwein und die Gänse geschlachtet, die Bienenstöcke eingewintert, so dass die Keller und Vorratskammern für die Menschen gefüllt sind und genügend Futter für die überwinternden Nutztiere vorhanden ist. Jetzt werden die Werkzeuge und Gartengeräte überholt und die Wolle gesponnen und verarbeitet. Wenn die Weiden nicht bereits vollständig zu Körben verflochten sind, werden sie eingeweicht und verarbeitet. Man rückte wieder um den Herd zusammen. Befeuert war meist nur der in der Küche, der zum Zubereiten der Mahlzeiten, zum Erwärmen des Wassers und zum Konservieren der verschiedensten Lebensmittel verwendet wurde.

Jetzt wurde es früh dunkel und das Arbeiten bald eingestellt, weil künstliche Beleuchtung bares Geld kostete, das in diesen bäuerlichen Systemen rar war. Übrigens gab es im Hunsrück z. B. bis in die 1960er Jahre hinein eine funktionierende Tauschwirtschaft.

Die Adventszeit ist eine traditionelle Fastenzeit. Das Gebäck aus weißem Mehl mit Mandeln, Nüssen und Gewürzen kommt den Bedürfnissen nach geringerer körperlicher Belastung entgegen und liefert doch das notwendige Fett gegen die Kälte. Das Leben und die Aktivitäten in Natur nahen Lebenssystemen richten sich nach den äußeren Gegebenheiten und da wird alles ein bisschen langsamer.

Die Impulse sich zurückzuziehen und der altmodisch gewordene Begriff der „Besinnung“ gründen alle in demselben Phänomen:

Vom 21sten auf den 22sten Dezember steht die Sonne senkrecht über dem südlichen Wendekreis der anderen Erdhälfte. Auf der Nordkugel der Erde – also auch in unseren Breitengraden (50°) – ist Winter-Sonnwende. Dieser Zeitpunkt markiert den Beginn des astronomischen Winters. Zur Wintersonnenwende erreicht die Sonne im Jahreslauf ihren tiefsten Stand in Bezug auf den Meridiandurchgang. Jetzt folgt dem kürzesten Tag die längste Nacht, weil der größere Teil der täglichen Sonnenbahn unterhalb des Horizonts liegt.

Das Jahr und mit ihm das Licht stirbt in dieser Nacht.

In alten Erzählungen heißt es, die kosmischen Wirkungen brauchten zwei Tage bis sie auf die Erde treffen. Am 24sten Dezember also wird in der „Heiligen Nacht“ das Neue geboren. Die Kirchenväter haben offensichtlich geschickt agiert, in dem sie die Natursymbolik aufgegriffen haben und ihr die christliche Bedeutung gaben. Die Geburt des Christuskindes ist damit auch symbolisch eingebettet in den natürlichen Jahresrhythmus. Der Heiland, das Licht der Welt wird geboren, wenn die Nacht am längsten und am tiefsten ist.

Und wie das so ist mit Neugeborenen, sie sind sehr empfindlich. Deshalb hat man in der alten Zeit dieser empfindlichen Phase des Jahres, in der die kosmische Strahlung sehr hoch sein soll, einen Namen gegeben. Man nennt sie die „Rauhnächte“. Sie dauern bis zum 5. Januar und werden mit verschiedenen vorsorgenden Ritualen versehen. Eines davon ist das Räuchern. Das steckt in dem Namen mit drin. Es sind die Nächte, in denen geräuchert wird. Das Verbrennen verschiedener getrockneter Kräuter oder auch von Tannen hat eine reinigende und desinfizierende Wirkung und kommt auch dem Gemüt zugute. Außerdem sollte es böse Geister vertreiben, die in dieser Zeit bevorzugt durch die Luft schwirren. Danach, am 6. Januar, gehen die Sternsinger durch das Land und schließen die Reihe der heiligen Nächte und Tage ab.

Wo geräuchert wird ist es meist gemütlich. Licht von Bienenwachskerzen soll angeblich das Meditieren unterstützen. Vielleicht gelingt es ja in diesem Jahr, tief in der Stille die Ehrfurcht vor dem Leben zu spüren und zu begreifen, dass es ein Teil dessen ist, was in allen Religionen unter „heilig“ verstanden wird.

Wallis Islandpferdehof

Der Geruch war mir vertraut. Er weckte Erinnerungen an große Töpfe mit Pflaumenmus und frisch gebackenem Vollkornbrot. Bereits beim Überqueren der Schwelle des schönen alten niedersächsischen Bauernhauses wurde ich freundlich empfangen von einer heimeligen Atmosphäre, die mich überraschte. Der Duft von Holzfeuer hing in der Luft.

In der Nacht zu Allerheiligen, Samhain oder Halloween – die gegenwärtig populäre angloamerikanische Version dieses Jahreskreisfestes – beginnt die dunkle und kalte Zeit des Jahres. Wenn draußen die ersten anhaltenden Nebel ziehen, die kalte Feuchtigkeit in alle Poren kriecht, dann wird wieder spürbar, warum der Herd als der Mittelpunkt des Hauses und der Familie seit Menschengedenken seine heilige Bedeutung hat. Die Feuerstelle ist in allen Kulturen beseelt von Göttinnen, Schutzheiligen oder sonstigen transzendenten und mythischen Gestalten. Am heimischen Herd ist traditionell die Hausmacht der Frauen lokalisiert, den Hüterinnen des Herdfeuers und Beschützerinnen der Geschöpfe, die auf dem Anwesen leben und weben.

Hier in Fürstenau auf dem Islandpferdehof von Waltraud (Walli) Theismann ist der Holzherd in der Mitte der Küche nicht nur aussagekräftiges Symbol für ihr Wirken, sondern auch lebendiges Zentrum. Auf dem schönen, alten, emaillierten Eisenherd mit durchgängiger Eisenherdplatte und einer Feuerstelle mit herausnehmbaren Ringen kann direkt über dem Feuer gekocht werden. Verchromte Ränder an den Ofentürchen und dem Backofen, die umlaufende polierte Metallstange, ein auffallender, glänzender Wasserbehälter – das Wasserschiff zeichnen diesen Herd als besonderes Schmuckstück aus.

Er steht aber nicht nur zur Dekoration in der auch modernen Küche, sondern hier werden die Früchte des Jahres zu wunderbaren Marmeladen verarbeitet. Blaubeermarmelade, die Beeren in den angrenzenden Wäldern gepflückt – mein absoluter Favorit!

Über der Sitzbank hinter dem schweren Holztisch hängen an der Wand Tellerregale, in denen die irdenen Suppenteller aufgereiht stecken, damit der poröse Scherben nach dem Spülen austrocknen kann. Auf den rundum laufenden Regalbrettern stehen formschöne alte Tonkrüge dicht an dicht. In den unterschiedlichen Zimmern im Haus gibt es viele ausgefallene Naturholzschränke und -möbel. Den Wohnbereich nur als gemütlich zu bezeichnen, würde ihm nicht gerecht werden. Jedes Detail zeugt von der hingebungsvollen Liebe und Freude eines Ehepaares, das sich einen Traum erfüllte und sein Paradies gefunden hat.

Das Paradies auf Erden ist leider endlich und der Ehemann vor wenigen Jahren überraschend gestorben. Seitdem vermietet Walli Zimmer mit Frühstück an Feriengäste. In den traditionell freistehenden Ställen und Nebengebäuden der Bauernschaft am Hamberg gibt es auch Übernachtungsmöglichkeiten für vierbeinige Gäste: Pferde und Hunde sind willkommen.

Waltraud Theismann

Am Hamberg 22 ,

49584 Fürstenau

Tel.: 05901-4598

mobil: 0172-1595388

 http://wallis-islandpferdehof.de.tl/

Hier anschließend meine Eindrücke ausgedrückt in Aquarell.

 

 

Bei Walli 1, Aquarell 24 x 32cm
Bei Walli 1, Aquarell 24 x 32cm

 

 

Bei Walli 2, Aquarell 24 x 32 cm
Bei Walli 2, Aquarell 24 x 32 cm

 

 

 

Bei Walli 3, Aquarell 24 x 32 cm
Bei Walli 3, Aquarell 24 x 32 cm

 

 

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„Zeit für die Insel“

Kurze Auszeiten können sehr konstruktiv sein.

Ergebnisse eines spontanen Wochenendes in Niedersachsen und Holland.

 

 

Impressionen Schiermonnikoog I_V2
Impressionen Schiermonnikoog I , Aquarell, Original 24 x 32 cm
Impressionen Schiermonnikoog II_V2
Impressionen Schiermonnikoog II, Aquarell, Original 24 x 32 cm
Impressionen Schiermonnikoog III_V2
Impressionen Schiermonnikoog III, Aquarell, Original 24 x 32 cm
Impressionen Schiermonnikoog IV_V2
Impressionen Schiermonnikoog IV, Aquarell, Original 24 x 32 cm
Impressionen Schiermonnikoog V_V2
Impressionen Schiermonnikoog V, Aquarell, Original 24 x 32 cm

 

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Impuls[e] Ausstellung 2016

Nicht Shiva tanzt und es entsteht die Welt, nein der Wiener Kongress tanzte 1815 und wollte nach Waterloo und den napoleonischen Umbrüchen die Herrschaft der alten Monarchien wieder herstellen. „Rheinhessen“ wurde gegründet und unterstand dem Großherzogtum Hessen.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Rheinhessen von Hessen getrennt analog zu den Besatzungszonen und als Regierungsbezirk in die neu gestaltete Verwaltungseinheit „Rheinland-Pfalz“ integriert.

Sagte ich von Hessen getrennt? Nein! Einige widerspenstige Ansiedlungen haben sich dem widersetzt. Die rechtsrheinischen Stadtteile von Mainz: Amöneburg, Kastel, Kostheim, zählen zu Rheinhessen, obwohl gegenwärtig unter hessischer Verwaltung.

200 Jahre Rheinhessen also sollen nächstes Jahr jubiliert werden.

Dies ist der Anlass, dass das Moto der Ausstellung der Künstlergruppe Impuls[e] lautet:

Rheinhessische Impuls(e)

Die Impuls[e] eröffnen nun schon traditionell die Ausstellungssaison in der Galerie im Burggrafiat in Alzey.

Als überzeugte Wahlmainzerin bin ich seit einigen Jahren auf der „ebschen“ Seite gelandet. Man spöttelt hier gerne, welches die schöne, die richtige, die bessere Seite von Mainz ist, die links oder die rechts des Rheins, je nachdem von welcher Seite aus man es betrachtet, wechseln die Meinungen.

Auf alle Fälle ist die rechte, die romantischere Seite und der Natur ein ganzes Stück näher. Schön sind aber beide Seiten mit ihren unterschiedlichen Charakteren.

Was liegt für mich also näher als das Thema „Rhein-hessisch“ wörtlich zu nehmen und den Rhein von der hessischen Seite her zu betrachten.

Die Arbeiten haben begonnen.

 

Bildnerisches Gestalten

http://wp.me/P4PtCe-1u

18.01.2016      Rheinhessische Impuls(e)
Galerie im Burggraphiat, 55232 Alzey, Schlossgasse
Vernissage:     16.01.16, 18:00 Uhr
Finnisage:       14.02.16, 15:00 - 17:00 Uhr
http://www.alzey.de/de/kultur/galerie_im_burggrafiat/galerie.php

 

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Die Farben des Lebens – weiß/violett

Auf dem felsigen Gipfel stellt sich dem rundum in die Ferne schweifenden Blick kein Hindernis in den Weg. Glasklar präsentiert sich die Atmosphäre.  Der Atem geht leicht trotz winterlicher Kühle. Tiefe Atemzüge weiten die Brust. Weit ist auch der Geist, ungetrübt von Sorgen und Not. Das Alltägliche blieb irgendwann beim Aufstieg auf der Strecke zurück.

Atemzug für Atemzug fließt Stille in jede einzelne Pore und verwischt die Grenzen von innen und außen und das Bewusstsein von linearer Zeit. Euphorie.  Der Raum ist weiß.

Das blendende Tageslicht weicht dem Lapislazuli der Nacht. Sterne explodieren in gold und weiß und fallen in violettem Regen zu Boden.

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Der Titel dieses Beitrages geht auf eine Anregung in einem Blog zurück.

Die Farben des Lebens – Blau und Blau

Gestern hat es geschneit. Nicht so leise und rieselig wie im Lied, dafür war es zu warm. Die Schneeflocken waren nass und schwer und klebten – gerade gut für Schneebälle und Schneemänner. Sehr schnell hatte sich eine weiße Decke über die Landschaft gelegt und die Stimmung völlig verändert. Selbst Geräusche wurden gedämpft. Es wollte aber niemand so recht nach draußen, obwohl es der erste Schnee in diesem Winter war. Möglicherweise lag es ja an den Gänsebraten und Plätzchen der gerade abgeschlossenen Feiertage.

Später sank die Temperatur, die Flocken wurden feiner und streuten noch einen Schneehauch fein wie Puderzucker über das dichte Weiß.

Das Wasser im Fluss war sehr ruhig und wirkte annähernd einfarbig – nämlich grau. Dieses Grau war aber noch licht und leicht im Vergleich zu der schweren dunklen Himmelsfront, die sich vom Horizont aus nach oben erstreckte.

Ganz anders der heutige Morgen. Die weiter sinkende Kälte in der Nacht hatte eine gläserne Hülle über die Schneedecke gelegt. Die Sonne am späten Vormittag brachte jedes einzelne Schneekristall zum Glitzern. Herrliche Kontraste bildeten die eleganten dunklen Schatten der Platanenstämme auf den Gehwegen. Die Sonne war der Inbegriff gleisenden Lichts. Wen konnte es da noch in den Stuben halten?

In der Nähe gibt es einen kleinen Kiesstrand, da wo der Fluss durch die Aue in seiner Mitte geteilt wird. In der wilden Weidenlandschaft des Ufers haben die Winterarbeiten der Landschaftsgärtner einige Baumstümpfe hervorgebracht, die jetzt zum Hinsetzen einladen. Aus dieser Perspektive war ein beeindruckendes Farbenspiel der Natur zu beobachten:

Der Himmel erstrahlte in einem atemberaubenden, elementaren, reinen Azur. Der Fluss reflektierte das  Himmelblau auf seiner Wasseroberfläche in einem dunklen Nachtblau. Das Sonnenlicht streute funkelnde Diamanten über den Wasserspiegel, die wie Sterne am Nachthimmel glitzerten.

Nachtblau und Diamanten 3

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Der Titel dieses Beitrages geht auf eine Anregung in einem Blog zurück.

Von der Wissenschaft und den Chakren

Die Wissenschaft arbeitet mit theoretischen Modellen z.B in der Naturwissenschaft zur Darstellung von Atomstrukturen, das Eierblasenmodell oder in den Geistes- und Sozialwissenschaften die Kommunikationsmodelle z.B. Symbolischer Interaktionismus

Aufgrund einiger bekannter Daten wird auf mögliche Zusammenhänge geschlossen, um damit Beobachtungen erklären zu können. Man gibt diesem Phänomen einen Namen, das sind dann wissenschaftliche Begriffe. Stehen Begriffe in größeren Zusammenhängen und weben komplexe System werden sie von der wissenschaftlichen Gemeinschaft kommuniziert, diskutiert und als wahr betrachtet, solange bis ihr Gegenteil bewiesen wird oder sich ein anderes Modell aufgrund von weiteren Erkenntnissen als geeigneter erweist. Komplexe Modelle werden Theorien genannt, z.B. Albert Einsteins Relativitätstheorie oder George Herbert Mead’s Sozialbehaviorismus. Häufig werden aus Theorien messbare Fakten, die dann wieder neue Annahmen generieren können.

Das wissenschaftliche Paradigma der experimentellen Wiederholbarkeit verliert in manchen wissenschaftlichen Disziplinen an Vehemenz, weil die Versuchsanordnungen so kompliziert, aufwendig und teuer sind, dass ein einmal überhaupt aufgewiesenes Phänomen als Bestätigung von theoretischen Ansätzen genügt. Zum Beispiel Forschungen zum Verhalten von atomaren Teilchen des CERN (Conseil Européen pour la Recherche Nucléaire), der Europäische Organisation für Kernforschung im Kanton Genf in der Schweiz.

Es gibt außerhalb der universitären Wissenschaften vergleichbare Vorgänge.

Chakra[1] ist ein Begriff zu empirisch beobachtbaren Phänomenen, selbst wenn die höchsten Stufen von nur wenigen erfahren werden. Die komplexen Zusammenhänge werden in Theorien indischer Lehren wie dem Yoga formuliert und kommuniziert und in verschiedenen Disziplinen angewendet. Später wird zu sehen sein, dass auch in den christlichen Traditionen Parallelen zu finden sind.

Ähnlich wie westliche Naturwissenschaft und Medizin der Akupunktur anfangs ablehnend begegneten und dem Reich der Phantasie oder bestenfalls als Placebo gelten ließen, verhält es sich mit diesen Phänomenen (…obwohl der Placebo und seine Wirkungsweisen wahrscheinlich das am besten bekannte und getestete pharmazeutische Produkt ist und eigentlich viel eher seine Wirkkraft beweist als das Gegenteil, aber das nur am Rande).

Chakras/Chakren sind energetische, schwingende, Resonanz erzeugende Zentren des menschlichen Energiefeldes. Knotenpunkte bzw. Schnittstellen innerhalb eines komplizierten elektrischen/elektronischen Systems. Alles, was lebt, pulsiert mit Energie. Diese Energie enthält Informationen. Es überrascht nicht, dass die Anhänger von alternativen oder ergänzenden Heilmethoden diese Vorstellung akzeptieren oder sogar einige Quantenphysiker die Existenz eines feinen elektromagnetischen Feldes anerkennen, das durch körpereigenen Prozesse generiert wird. Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass der menschliche Körper Energie produziert, weil lebendes Gewebe Energie produziert.

Der stoffliche Körper ist von einem Energiefeld umgeben, das sich so weit ausdehnt wie die ausgestreckten Arme und über die volle Länge des Körpers reicht. Dieses Energiefeld ist sowohl Informationszentrum als auch ein höchst sensibles Wahrnehmungssystem. [2] „Die Religionen des Ostens lehren, dass der menschliche Körper sieben Energiezentren besitzt.“[3]

Sind diese Zentren aktiv können sie Schwingungen/ Frequenzen/ Resonanzen senden und empfangen. Es entsteht Kommunikation. Wie selbst bei den einfachsten Kommunikationssystemen gibt es Sender und Empfänger. Aktive Chakren sind spürbar/sichtbar, wenn die Frequenzen aufeinander stimmen und empfangen bzw. wahrgenommen werden können. „Resonanzphänomene ‚kommunizieren‘ durch dieses System ständig mit allem um uns herum – es ist eine Art bewusste Elektrizität, die Botschaften von den Körpern anderer Menschen erhält und an sie überträgt. Diese Botschaften sind das, was Intuitive wahrnehmen.“[4]

Jedem, der sieben Chakren wohnen allgemein gültige Eigenschaften inne, die aber in einzigartiger Weise in jedem Menschen entwickelt sind z.B. spezifische Farben. Die Chakren bilden Brennpunkte im feinstofflichen Körperbereich. Die Farben der vertikal an der Wirbelsäule aufsteigend angeordneten Zentren entsprechen den Farben des Regenbogens, den Spektralfarben in der Malerei und strahlen ihre Farben nach außen ab. Jedes Chakra schwingt in einer bestimmten Farbe, die jeweils von Mensch zu Mensch und aufgrund unterschiedlicher Zustände verschiedene Schattierungen einnehmen können.

Umgekehrt wirken Farben von außen nach innen auf diese Zentren. Die Psychologie berichtet seit langem darüber – so dass es schon fast wie eine abgegriffene Redensart klingt – dass die jeweiligen Farben bestimmte Wirkungen auslösen z.B. Rot Energie, Aggressivität und Sexualität anregt und Blau die kühle, geistig klare Ausgeglichenheit befördert.

Jedes Zentrum umfasst besondere Eigenschaften und enthält universelle Lehren und Übungen, die jeweils Stufen von Persönlichkeitsentwicklung sind.

Die Beiträge zu „Die Farben des Lebens“ beschreiben/berichten über kommunikative Farb-Resonanz-Situationen.

 

[1] Chakra: Substantiv, Neutrum – nach indischer Lehre eines der (sieben) Zentren spiritueller Kraft im menschlichen Körper, aus sanskritisch cakrá = Rad; das Chakra; Genitiv: des Chakra[s], Plural: Chakras und Chakren [http://www.duden.de/rechtschreibung/Chakra] 07.02.2015, 9:12

[2] Vgl. Caroline Myss, Chakren, S.57

[3] Caroline Myss, S.102

[4] Caroline Myss, Chakren, S.57

 

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Die Farben des Lebens – Grün

Die Wiesen standen hoch. Weißblühende Dolden von wilder Möhre und Fenchel tanzten federnd über dem satten Grün der Gräser, bewegt durch einen sommerlichen Wind. Irgendwo dazwischen wuchsen vereinzelt ein paar Schierlingspflanzen.

Oben, vom Felsen herab, hingen Ranken wilder Rosen mit zart rosa Blüten. Der Eingang der Höhle wurde von Brombeerhecken geschützt.

Ein schmaler Gang führte über Geröll tiefer in das Innere. Nachdem sich die Augen an das Dunkel gewöhnt hatten, ging es tastend, aber leicht gebückt gut voran. Es war zugig.

Als der Weg sich schließlich weitete, führte er in einen fast kreisrunden Raum. Ein tiefer Atemzug hob die Brust während der Nacken sich wieder entspannte. Das dämmrige Licht war heller als zuvor und die Luft roch frühlingshaft frisch wie nach einem Platzregen.

Gegenüber, wenige Schritte weiter, quoll Wasser aus der zerklüfteten Wand hervor und bildete ein dünnes Rinnsal. Es sammelte sich in einem kleinen natürlichen Becken. Dichte Polster aus Moos bedeckten die rund gewaschenen Steine.

Von einer Lichtquelle erhellt, schimmerte die Nische grün wie ein Smaragd.

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Der Titel dieses Beitrages geht auf eine Anregung in einem Blog zurück.

Die Farben des Lebens – Orange

Die Tage waren noch sonnig und mild, aber der erste Frost war bereits über das Land gezogen. An diesem Morgen lagen nicht wie zuvor nur Nebelschleier über den Wiesen, die Grünflächen waren fast gar nicht zu sehen, so dicht war der Nebel.

Samtige Feuchte hüllte alle Bäume und Sträucher ein. Der Fluss war bloß zu erahnen und selbst das tiefe Röhren der Schiffssirenen war gedämpft und klang entfernt.

Ein kräftiger Herbstwind hatte die Blätter aus den Kronen geschüttelt. Überall auf dem Weg verteilt lag eine dicke, luftig leichte Decke aus buntem Orange.

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