Archiv der Kategorie: Symbolische Einsicht

Tagträume

 

 

 

 

Astrid Schollenberger, MA

geboren im Sommer 1960

Studium der allgemeinen, historischen und philosophischen Pädagogik, Praktische Philosophie und Kulturanthropologie an der Johannes Gutenberg Universität in Mainz

Lebt in Hessen und Rheinland-Pfalz

 

„Meine psychologische Erfahrung hat mir immer wieder gezeigt, daß gewisse Inhalte von einer Psyche herstammen, die vollständiger ist als das Bewußtsein. Sie enthalten oft eine überlegene Analyse oder Einsicht oder ein Wissen, welche das jeweilige Bewußtsein nicht hervorzubringen vermöchte. Wir haben ein passendes Wort für solche Vorkommnisse –Intuition. Wenn man es ausspricht, haben die meisten Leute das angenehme Gefühl, als ob damit irgendetwas gesagt wäre. Aber sie ziehen nie in Betracht, daß man eine Intuition nicht macht. Im Gegenteil, sie kommt immer von selbst; man hat einen Einfall, der von selbst entstanden ist, und man kann ihn nur dann erwischen, wenn man schnell genug zur Hand ist.

C.G. Jung, Psychologie und Religion

Begriffe wie Intuition, Bauchgefühl oder siebter Sinn beschreiben also ein anthropologisches Phänomen, das einerseits so selbstverständlich wie allseits bekannt und dabei doch so schwer zu fassen ist. Gibt es einen bewussten Zugang zu diesem ganz persönlichen Navigationssystem im Verborgenen, das immer mehr zu wissen scheint, als man selbst?

Es gibt einen unsichtbaren Arbeitsspeicher in unseren neurologischen Systemen. Hier wandert Wissen hinein – besonders solches, das in irgendeiner Weise mit emotionalen Eindrücken verbunden ist. Umgekehrt lassen sich darüber eigene innere Ressourcen wie Elemente der Persönlichkeitsstruktur aus vorbegrifflichen Ebenen und Erfahrungswissen erschließen. Dieser Speicher ist so groß, dass er durch unser Sprachsystem nicht zu erfassen ist.

 

Der Schlüssel zu den inneren Schätzen ist das Bild. Es ist das Kommunikationsmedium zwischen bewussten und unbewussten Ebenen, zwischen „linker“ und „rechter“ Gehirnhemisphäre, zwischen innerer Wahrnehmung und äußerer Welt.

Ein-sichten sind symbolischer Natur und daher über-personal.

 

Die Arbeiten meiner diesjährigen Ausstellung mit der Gruppe Impuls[e] Alzey sind überwiegend Drucke von Zeichnungen. Skizzenhaft, spontan, nicht überarbeitet. Es sind alles Visualisierungen, Vorstellungsbilder konzentrativ und imaginativ hervorgerufen. Objektivationen. Ich nenne sie Tagträume.

Der Weg lässt sich aber ebenso umkehren:

Die Bilder sind die Vorlage zum Assoziieren. Gehen Sie hinein in ein Bild, das Sie anspricht. Lassen Sie sich führen von Linien und Formen. Schauen Sie dabei ihren Gedanken zu. Die Frequenz der Gehirnwellen verändert sich beim Spielen mit den Zeichnungen. „Flow“ nennt die Psychologie das Phänomen, „Doodeln“ nennt es das Internet.

Mach‘ Dir ein Bild.

Damit das auch ganz praktisch werden kann, gibt es ein Malbuch mit 50 Zeichnungen, die alle seit der letzten Ausstellung im Januar 2016 entstanden sind.

 

https://www.amazon.de/Tagtraum-Astrid-Schollenberger/dp/1541076877/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1484479257&sr=8-1&keywords=astrid+schollenberger

Ausstellungseröffnung Alzeyer Künstlergruppe Impuls[e]

 

Vernissage ist am Samstag, dem 21. Januar 2017, um 18 Uhr,
in der Galerie im Burggrafiat der Stadt Alzey, Schlossgasse 11

Die Ausstellung dauert vom 22. Januar bis zum 19. Februar 2017.

Öffnungszeiten:
Mo und Do 16-18 Uhr, Mi und Sa 10-12 Uhr, So und Feiertag 14-18 Uhr
Der Eintritt zur Vernissage sowie der Ausstellung ist kostenlos.

 

http://www.impuls-e.de/

 

Der Sauerteig, das Leben und der ganze Rest

Seit nunmehr zwei Wochen stand der Ansatz für den Sauerteig wohlbehütet in seiner Wärmequelle. Das Roggenmehl war mit lauwarmem Wasser angerührt worden. Liebevoll wurde jeden Tag etwas frisches Wasser und Mehl hinzugefügt, sorgfältig umgerührt und das Gefäß behutsam erneut in die Wärme geschoben. Dennoch lässt sich beim besten Willen dieses graue, saure und dünnflüssige Etwas nicht als Sauerteig bezeichnen. „Es funktioniert doch sonst auch immer so.“ Eine Stimmung der Verzweiflung beginnt sich auszubreiten. Was ist passiert?

Wer das Glück hat auf dem Dorf aufgewachsen zu sein, hat möglicherweise die natürlichen Jahresrhythmen noch kennen gelernt. Ich denke dabei nicht an die zyklisch wiederkehrenden Winzer-, Oktober- und sonst wie Massensauffeste, obwohl die durchaus noch letzte Relikt davon enthalten. Sondern gemeint sind die Prozesse von Pflügen, Säen, Wachsen und Ernten, dem Wechsel von hoher Energie und Aktivität zu Ruhe. Der Sauerteig braucht Energie, um die Lebensprozesse zu aktivieren und das Brot muss später ruhen, damit es Zeit hat Blasen zu entwickeln und aufzugehen. Offensichtlich lassen sich noch nicht alle Lebensprozesse mechanisch ersetzen. Selbst jenseits jeglicher Romantik existieren diese Vorgänge – auch wenn nicht mehr in Weidekörben und Hanfsäcken gesammelt wird, sondern die automatischen Vollernte-Maschinen über die Äcker rollen.

Das Erlebnis mit dem lieben Freund und wirklich hervorragenden Bäcker zeigt mir wieder einmal deutlich, die natürlichen Kräfte walten doch, ob wir sie bewusst wahrnehmen oder nicht, ob wir sie kennen oder nicht. So sehr wir uns auch anstrengen, die Natur und ihre Prozesse zu leugnen, zu verdrängen zu zerstören, so sehr wirken sie dennoch – auch hinein in ein entseeltes Wirtschaftssystem, in Werkhallen, in dauerbeleuchtete Städte und Büros.

In der Zeit vor Weihnachten sind die Tage kurz und die Nächte lang. Der Antrieb, neue Projekte zu beginnen gering und die Sehnsucht nach dem großen Ohrensessel am Kamin oder der Sauna mit Massage nimmt beständig zu. Ebenfalls zu nimmt die charakteristische Stimmung von gehetzt, übel gelaunt und missmutig; besonders von Menschen in öffentlichen Verkehrsmitteln, Kaufhäusern und ähnlichen menschlichen Begegnungsknotenpunkten. Schnell muss noch jeder Geschäftspartner gegrüßt, eine Adventsfeier organisiert werden und die Wohltätigkeitsveranstaltung wartet auch noch auf den Besuch, weil sich die Geldbörsen, an diesen Tagen besonders leicht und weit öffnen lassen.

Ganz dringend muss noch der Liebesbeweis für Weihnachten käuflich erstanden werden. Da greift man schon mal tief in die Tasche, um die Zeit, die man sich n i c h t genommen hat in Barem zurückzuzahlen.

Das ganze Jahr über lassen sich Nachlässigkeiten oder Fehler verzeihen, nicht so an Weihnachten – dem Fest der Liebe und des Friedens mit der höchsten Selbstmordrate und Rückfallquote bei Suchtkranken.

Es sind keine 100 Jahre her, dass sehr viel mehr Menschen in landwirtschaftlichen geschlossenen Ökosystemen lebten. Da wurde diese Jahreszeit ganz anders begangen:

Die Vegetationsperiode geht zu Ende, die Lebensenergie nimmt ab. Die Feldarbeiten sind abgeschlossen, das Schwein und die Gänse geschlachtet, die Bienenstöcke eingewintert, so dass die Keller und Vorratskammern für die Menschen gefüllt sind und genügend Futter für die überwinternden Nutztiere vorhanden ist. Jetzt werden die Werkzeuge und Gartengeräte überholt und die Wolle gesponnen und verarbeitet. Wenn die Weiden nicht bereits vollständig zu Körben verflochten sind, werden sie eingeweicht und verarbeitet. Man rückte wieder um den Herd zusammen. Befeuert war meist nur der in der Küche, der zum Zubereiten der Mahlzeiten, zum Erwärmen des Wassers und zum Konservieren der verschiedensten Lebensmittel verwendet wurde.

Jetzt wurde es früh dunkel und das Arbeiten bald eingestellt, weil künstliche Beleuchtung bares Geld kostete, das in diesen bäuerlichen Systemen rar war. Übrigens gab es im Hunsrück z. B. bis in die 1960er Jahre hinein eine funktionierende Tauschwirtschaft.

Die Adventszeit ist eine traditionelle Fastenzeit. Das Gebäck aus weißem Mehl mit Mandeln, Nüssen und Gewürzen kommt den Bedürfnissen nach geringerer körperlicher Belastung entgegen und liefert doch das notwendige Fett gegen die Kälte. Das Leben und die Aktivitäten in Natur nahen Lebenssystemen richten sich nach den äußeren Gegebenheiten und da wird alles ein bisschen langsamer.

Die Impulse sich zurückzuziehen und der altmodisch gewordene Begriff der „Besinnung“ gründen alle in demselben Phänomen:

Vom 21sten auf den 22sten Dezember steht die Sonne senkrecht über dem südlichen Wendekreis der anderen Erdhälfte. Auf der Nordkugel der Erde – also auch in unseren Breitengraden (50°) – ist Winter-Sonnwende. Dieser Zeitpunkt markiert den Beginn des astronomischen Winters. Zur Wintersonnenwende erreicht die Sonne im Jahreslauf ihren tiefsten Stand in Bezug auf den Meridiandurchgang. Jetzt folgt dem kürzesten Tag die längste Nacht, weil der größere Teil der täglichen Sonnenbahn unterhalb des Horizonts liegt.

Das Jahr und mit ihm das Licht stirbt in dieser Nacht.

In alten Erzählungen heißt es, die kosmischen Wirkungen brauchten zwei Tage bis sie auf die Erde treffen. Am 24sten Dezember also wird in der „Heiligen Nacht“ das Neue geboren. Die Kirchenväter haben offensichtlich geschickt agiert, in dem sie die Natursymbolik aufgegriffen haben und ihr die christliche Bedeutung gaben. Die Geburt des Christuskindes ist damit auch symbolisch eingebettet in den natürlichen Jahresrhythmus. Der Heiland, das Licht der Welt wird geboren, wenn die Nacht am längsten und am tiefsten ist.

Und wie das so ist mit Neugeborenen, sie sind sehr empfindlich. Deshalb hat man in der alten Zeit dieser empfindlichen Phase des Jahres, in der die kosmische Strahlung sehr hoch sein soll, einen Namen gegeben. Man nennt sie die „Rauhnächte“. Sie dauern bis zum 5. Januar und werden mit verschiedenen vorsorgenden Ritualen versehen. Eines davon ist das Räuchern. Das steckt in dem Namen mit drin. Es sind die Nächte, in denen geräuchert wird. Das Verbrennen verschiedener getrockneter Kräuter oder auch von Tannen hat eine reinigende und desinfizierende Wirkung und kommt auch dem Gemüt zugute. Außerdem sollte es böse Geister vertreiben, die in dieser Zeit bevorzugt durch die Luft schwirren. Danach, am 6. Januar, gehen die Sternsinger durch das Land und schließen die Reihe der heiligen Nächte und Tage ab.

Wo geräuchert wird ist es meist gemütlich. Licht von Bienenwachskerzen soll angeblich das Meditieren unterstützen. Vielleicht gelingt es ja in diesem Jahr, tief in der Stille die Ehrfurcht vor dem Leben zu spüren und zu begreifen, dass es ein Teil dessen ist, was in allen Religionen unter „heilig“ verstanden wird.

Persönlichkeitsentwicklung und Chakrensystem 1

Kundalini-Erweckung

Das Chakrensystem ist eine archetypische Vorstellung von individueller Reifung in der Abfolge von sieben ausgeprägten Phasen. Die Chakras sind vertikal angeordnet, verlaufen vom Ende der Wirbelsäule bis zum Scheitel und weisen darauf hin, dass wir die Möglichkeit besitzen zur Höherentwicklung und zur persönlichen Vervollkommnung, in dem wir unsere je eigenen, „jemeinigen“ Aufgaben in der materiellen Welt annehmen und lösen.

Siehe auch: http://astridschollenberger.com/2015/02/07/von-der-wissenschaft-und-den-chakren/

Die Religionen des Ostens stellen sich die Lebenskraft, Kundalini als eine heilige Schlange vor. In abendländischen Kulturen verwenden Mediziner und Pharmazeuten den Äskulapstab als Symbol für ihre Zunft ebenfalls. Also da, wo es um Heilung und Heilsein geht, ist auch hier das Symbol noch anwesend.

Die „Schlangenenergie“ ist besonders dann aktiv, wenn ein neuer Mensch gezeugt wird und begleitet ihn bei seiner Entwicklung während der Schwangerschaft. Danach rollt sie sich ruhend am Ende der Wirbelsäule, in der Nähe des Steißbeins ein.

Nun gibt es aber die Situation, dass das „heilige Tier“ wieder erweckt wird durch einen Impuls. Dann beginnt der komplizierte Aufstieg der Energie durch verschiedene Energiekanäle, sogenannte Nadis[1] schlängelnd entlang der Wirbelsäule, hoch über den Mittelpunkt des Kopfes – da wo bei Kindern die Fontanelle sitzt. Der Aufstieg der Kundalini wird im indischen Kontext als Aufwärtsbewegung der Shakti, der weiblichen Energie betrachtet. Sie verschmilzt auf dem höchsten Punkt mit der männlichen Energie, dem Shiva-Lingam, dem Wesenskern. Danach setzt sich die Bewegung von diesem Zentrum, dem Kronenchakra aus fort – vorne über die Stirn, zurück in den Brustkorb und endet im Herzchakra. Dabei werden alle Chakren aktiviert und der Energiekörper unaufhörlich gereinigt bis die Verschmelzung stattgefunden hat.[2]

Dieser Prozess ist nicht mehr umkehrbar!

Die Chakren werden gerne symbolisch als Lotosblumen beschrieben. Nach dem Abschluss des Initiationsprozesses beginnen sich die Blüten mehr oder weniger zu öffnen. Dies ist ein vollkommen individueller Prozess, der nicht zwingend oder in einer vorgegebenen Reihenfolge erfolgt, sondern ist abhängig von den persönlichen Entwicklungsschritten.

Jedes Chakra verkörpert eine spirituelle Lektion des Lebens bzw. eine Herausforderung, die allen Menschen gemeinsam ist. Wenn ein Mensch ein Chakra meistert, gewinnt er Kraft und Selbsterkenntnis, die in seinen Geist integriert werden und ihn auf dem Weg zu spirituellem Bewusstsein, auf der klassischen Reise des Helden, weiterführen.

[1] Nadi ist ein Begriff aus dem Sanskrit und bedeutet so viel wie Ader, Kanal
[2]  
!Achtung!
Es kann bei diesen Prozessen auch zu heftigen Reaktion und Komplikationen kommen, insbesondere, wenn der Impuls nicht durch einen Meister/eine Meisterin oder einen Guru initiiert wird, der auch wirklich eine/r ist. Auch Hatha-Yoga-Übungen die zunehmend als Gymnastikersatz angewendet werden, können zu spontan Initiationen führen. Vergleiche dazu: Brucker, Karin (2010): Die Urkraft Kundalini. Phänomene erkennen. Symptome deuten. Transformation meistern. München: O. W. Barth

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Innere Welten – Äußere Welten

Heute am 17. Februar 2015 wird in hinduistischen und yogischen Traditionen Mahashivaratri, die Nacht von Shiva gefeiert.

Zu diesem Anlass habe ich einen Film gefunden, der so schön ist und dabei die grundlegenden spirituellen und philosophischen Weisheiten zusammenfasst, dass ich ohne weitere Kommentare den Link dazu einstelle. Viel Freude bei schauen.

INNERE WELTEN – ÄUSSERE WELTEN

(Originaltitel: Inner Worlds – Outer Worlds )

https://www.youtube.com/watch?v=U9oewKWUUd8

(Inner Worlds – Outer Worlds )

https://www.youtube.com/watch?v=aXuTt7c3Jkg&list=PLzjY04MDetPtqW6tAsLYnZoFs1b967Sl_

Veröffentlicht am 23.04.2014

FILMINHALT
Wer möchte nicht den Aufbau des Universums entschlüsseln? In dem Meisterwerk des kanadischen Filmemachers, Musikers und Meditationslehrers Daniel Schmidt ist das Verständnis für das große Ganze greifbar nah. Wie kein anderer entführt er den Zuschauer in eine geheime Welt voller mystischer Symbole, die in allen Weltreligionen und Traditionen beschrieben werden. Die vier Abschnitte des Films widmen sich den Themen „Akasha“, „die Spirale“, „die Schlange & Lotusblüte“ sowie „Jenseits des Denkens“. Über diese universellen Kernthemen wird der Zuschauer in die Lage versetzt, sich mit der Quelle allen Seins zu verbinden. Der Film zeigt auf, dass in der Stille, im scheinbar leeren Raum, eine große Kraft verborgen liegt. Wenn der denkende Geist still ist, wird die Realität, jenseits aller Illusionen, sichtbar.
Dokumentarfilm, Kanada 2012
Länge: ca. 121 Minuten – FSK: keine Angaben
Ein Film von Daniel Schmidt
Regie / Produzent: Daniel Schmidt
Kamera / Schnitt: Daniel Schmidt and Eva Dametto
Musik / Ton: Vicki Hansen ( India Jiva) Daniel Schmidt, Stockmusic.net
Wasserklang-Bilder: Alexander Lauterwasser
Erzählstimme: Jock Cooper (english)
Verleih / Vertrieb: Daniel Schmidt (R.E.M. Publishing Ltd.)

 

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Die Farben des Lebens – weiß/violett

Auf dem felsigen Gipfel stellt sich dem rundum in die Ferne schweifenden Blick kein Hindernis in den Weg. Glasklar präsentiert sich die Atmosphäre.  Der Atem geht leicht trotz winterlicher Kühle. Tiefe Atemzüge weiten die Brust. Weit ist auch der Geist, ungetrübt von Sorgen und Not. Das Alltägliche blieb irgendwann beim Aufstieg auf der Strecke zurück.

Atemzug für Atemzug fließt Stille in jede einzelne Pore und verwischt die Grenzen von innen und außen und das Bewusstsein von linearer Zeit. Euphorie.  Der Raum ist weiß.

Das blendende Tageslicht weicht dem Lapislazuli der Nacht. Sterne explodieren in gold und weiß und fallen in violettem Regen zu Boden.

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Der Titel dieses Beitrages geht auf eine Anregung in einem Blog zurück.

Von der Wissenschaft und den Chakren

Die Wissenschaft arbeitet mit theoretischen Modellen z.B in der Naturwissenschaft zur Darstellung von Atomstrukturen, das Eierblasenmodell oder in den Geistes- und Sozialwissenschaften die Kommunikationsmodelle z.B. Symbolischer Interaktionismus

Aufgrund einiger bekannter Daten wird auf mögliche Zusammenhänge geschlossen, um damit Beobachtungen erklären zu können. Man gibt diesem Phänomen einen Namen, das sind dann wissenschaftliche Begriffe. Stehen Begriffe in größeren Zusammenhängen und weben komplexe System werden sie von der wissenschaftlichen Gemeinschaft kommuniziert, diskutiert und als wahr betrachtet, solange bis ihr Gegenteil bewiesen wird oder sich ein anderes Modell aufgrund von weiteren Erkenntnissen als geeigneter erweist. Komplexe Modelle werden Theorien genannt, z.B. Albert Einsteins Relativitätstheorie oder George Herbert Mead’s Sozialbehaviorismus. Häufig werden aus Theorien messbare Fakten, die dann wieder neue Annahmen generieren können.

Das wissenschaftliche Paradigma der experimentellen Wiederholbarkeit verliert in manchen wissenschaftlichen Disziplinen an Vehemenz, weil die Versuchsanordnungen so kompliziert, aufwendig und teuer sind, dass ein einmal überhaupt aufgewiesenes Phänomen als Bestätigung von theoretischen Ansätzen genügt. Zum Beispiel Forschungen zum Verhalten von atomaren Teilchen des CERN (Conseil Européen pour la Recherche Nucléaire), der Europäische Organisation für Kernforschung im Kanton Genf in der Schweiz.

Es gibt außerhalb der universitären Wissenschaften vergleichbare Vorgänge.

Chakra[1] ist ein Begriff zu empirisch beobachtbaren Phänomenen, selbst wenn die höchsten Stufen von nur wenigen erfahren werden. Die komplexen Zusammenhänge werden in Theorien indischer Lehren wie dem Yoga formuliert und kommuniziert und in verschiedenen Disziplinen angewendet. Später wird zu sehen sein, dass auch in den christlichen Traditionen Parallelen zu finden sind.

Ähnlich wie westliche Naturwissenschaft und Medizin der Akupunktur anfangs ablehnend begegneten und dem Reich der Phantasie oder bestenfalls als Placebo gelten ließen, verhält es sich mit diesen Phänomenen (…obwohl der Placebo und seine Wirkungsweisen wahrscheinlich das am besten bekannte und getestete pharmazeutische Produkt ist und eigentlich viel eher seine Wirkkraft beweist als das Gegenteil, aber das nur am Rande).

Chakras/Chakren sind energetische, schwingende, Resonanz erzeugende Zentren des menschlichen Energiefeldes. Knotenpunkte bzw. Schnittstellen innerhalb eines komplizierten elektrischen/elektronischen Systems. Alles, was lebt, pulsiert mit Energie. Diese Energie enthält Informationen. Es überrascht nicht, dass die Anhänger von alternativen oder ergänzenden Heilmethoden diese Vorstellung akzeptieren oder sogar einige Quantenphysiker die Existenz eines feinen elektromagnetischen Feldes anerkennen, das durch körpereigenen Prozesse generiert wird. Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass der menschliche Körper Energie produziert, weil lebendes Gewebe Energie produziert.

Der stoffliche Körper ist von einem Energiefeld umgeben, das sich so weit ausdehnt wie die ausgestreckten Arme und über die volle Länge des Körpers reicht. Dieses Energiefeld ist sowohl Informationszentrum als auch ein höchst sensibles Wahrnehmungssystem. [2] „Die Religionen des Ostens lehren, dass der menschliche Körper sieben Energiezentren besitzt.“[3]

Sind diese Zentren aktiv können sie Schwingungen/ Frequenzen/ Resonanzen senden und empfangen. Es entsteht Kommunikation. Wie selbst bei den einfachsten Kommunikationssystemen gibt es Sender und Empfänger. Aktive Chakren sind spürbar/sichtbar, wenn die Frequenzen aufeinander stimmen und empfangen bzw. wahrgenommen werden können. „Resonanzphänomene ‚kommunizieren‘ durch dieses System ständig mit allem um uns herum – es ist eine Art bewusste Elektrizität, die Botschaften von den Körpern anderer Menschen erhält und an sie überträgt. Diese Botschaften sind das, was Intuitive wahrnehmen.“[4]

Jedem, der sieben Chakren wohnen allgemein gültige Eigenschaften inne, die aber in einzigartiger Weise in jedem Menschen entwickelt sind z.B. spezifische Farben. Die Chakren bilden Brennpunkte im feinstofflichen Körperbereich. Die Farben der vertikal an der Wirbelsäule aufsteigend angeordneten Zentren entsprechen den Farben des Regenbogens, den Spektralfarben in der Malerei und strahlen ihre Farben nach außen ab. Jedes Chakra schwingt in einer bestimmten Farbe, die jeweils von Mensch zu Mensch und aufgrund unterschiedlicher Zustände verschiedene Schattierungen einnehmen können.

Umgekehrt wirken Farben von außen nach innen auf diese Zentren. Die Psychologie berichtet seit langem darüber – so dass es schon fast wie eine abgegriffene Redensart klingt – dass die jeweiligen Farben bestimmte Wirkungen auslösen z.B. Rot Energie, Aggressivität und Sexualität anregt und Blau die kühle, geistig klare Ausgeglichenheit befördert.

Jedes Zentrum umfasst besondere Eigenschaften und enthält universelle Lehren und Übungen, die jeweils Stufen von Persönlichkeitsentwicklung sind.

Die Beiträge zu „Die Farben des Lebens“ beschreiben/berichten über kommunikative Farb-Resonanz-Situationen.

 

[1] Chakra: Substantiv, Neutrum – nach indischer Lehre eines der (sieben) Zentren spiritueller Kraft im menschlichen Körper, aus sanskritisch cakrá = Rad; das Chakra; Genitiv: des Chakra[s], Plural: Chakras und Chakren [http://www.duden.de/rechtschreibung/Chakra] 07.02.2015, 9:12

[2] Vgl. Caroline Myss, Chakren, S.57

[3] Caroline Myss, S.102

[4] Caroline Myss, Chakren, S.57

 

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Die Farben des Lebens – Grün

Die Wiesen standen hoch. Weißblühende Dolden von wilder Möhre und Fenchel tanzten federnd über dem satten Grün der Gräser, bewegt durch einen sommerlichen Wind. Irgendwo dazwischen wuchsen vereinzelt ein paar Schierlingspflanzen.

Oben, vom Felsen herab, hingen Ranken wilder Rosen mit zart rosa Blüten. Der Eingang der Höhle wurde von Brombeerhecken geschützt.

Ein schmaler Gang führte über Geröll tiefer in das Innere. Nachdem sich die Augen an das Dunkel gewöhnt hatten, ging es tastend, aber leicht gebückt gut voran. Es war zugig.

Als der Weg sich schließlich weitete, führte er in einen fast kreisrunden Raum. Ein tiefer Atemzug hob die Brust während der Nacken sich wieder entspannte. Das dämmrige Licht war heller als zuvor und die Luft roch frühlingshaft frisch wie nach einem Platzregen.

Gegenüber, wenige Schritte weiter, quoll Wasser aus der zerklüfteten Wand hervor und bildete ein dünnes Rinnsal. Es sammelte sich in einem kleinen natürlichen Becken. Dichte Polster aus Moos bedeckten die rund gewaschenen Steine.

Von einer Lichtquelle erhellt, schimmerte die Nische grün wie ein Smaragd.

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Der Titel dieses Beitrages geht auf eine Anregung in einem Blog zurück.

Die Farben des Lebens – Orange

Die Tage waren noch sonnig und mild, aber der erste Frost war bereits über das Land gezogen. An diesem Morgen lagen nicht wie zuvor nur Nebelschleier über den Wiesen, die Grünflächen waren fast gar nicht zu sehen, so dicht war der Nebel.

Samtige Feuchte hüllte alle Bäume und Sträucher ein. Der Fluss war bloß zu erahnen und selbst das tiefe Röhren der Schiffssirenen war gedämpft und klang entfernt.

Ein kräftiger Herbstwind hatte die Blätter aus den Kronen geschüttelt. Überall auf dem Weg verteilt lag eine dicke, luftig leichte Decke aus buntem Orange.

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Der Titel dieses Beitrages geht auf eine Anregung in einem Blog zurück.

„Vom Wesen der Stimmungen“

Stimmungen sind dadurch charakterisiert, dass sie den Menschen gleichmäßig durchziehen und „allen seinen Regungen eine bestimmte, eigentümliche Färbung“ verleihen.  Es sind „Grundbefindlichkeiten“.

Demgegenüber sind Gefühle stets auf einen bestimmten Gegenstand intentional bezogen. Sie sind gerichtet. „Jede Freude ist Freude über etwas …“. In diesem Sinne ist auch die Furcht im Gegensatz zur Angst ein Gefühl oder ebenso die Freude im Gegensatz zur Fröhlichkeit. Gefühle sind bereits höhere Leistungen, die aus dem Untergrund der Stimmung hervorgebracht wurden.

Selbst und Welt sind einheitlich gestimmt. Einer Landschaft oder einem Wohnraum sagt man eine bestimmte Stimmung nach und meint damit  „das gemeinsame, Mensch und Welt zusammen umgreifende Durchzogensein von einem bestimmten Stimmungsgehalt.“Außer Seele und Welt ist der Körper als Leib in diese Einheit ebenfalls mit hineinverwoben.

 

Otto Friedrich Bollnow (* 14. März 1903 in Stettin; † 7. Februar 1991 in Tübingen) war der erste Inhaber des Lehrstuhls für Pädagogik und Philosophie als die Johannes Gutenberg-Universität 1946 nach dem Krieg erstmals unter französischer Besatzung wieder eröffnet worden war. Seine Arbeit vom „Wesen der Stimmungen“ hat er geschrieben zum Teil als eine Auseinandersetzung mit der akademischen Schrift von Martin Heidegger „Sein und Zeit“.

Bereits seit 1941 arbeitete Bollnow an einer methodischen Systematik. Aus der Befürchtung heraus den Krieg nicht zu überleben, ist das Buch quasi als „philosophisches Testament“ verfertigt worden.

Bollnow ist sich einig mit Heidegger, dass die Stimmung „als die der Spaltung zwischen Mensch und Welt vorausliegende ursprüngliche Einheit“ zu sehen ist.

Aus der Stimmungslage heraus werden alles Auffassen und Erleben und damit alle höheren Leistungen wie z.B. die Wahrnehmung vorgerichtet. Bollnow formuliert die Existenziale von Gestimmtheit und Verstehen folgendermaßen:

„In jeder Stimmung ist die Welt schon in einer ganz bestimmten Weise ‚ausgelegt’, und durch diese ursprüngliche Auslegung des Lebens und der Welt in der Stimmung wird alles Verstehen im Vorhinein schon geleitet.“

Weiterführende Literatur:
Otto Friedrich Bollnow (1941) Das Wesen der Stimmungen. Frankfurt/Main: Klostermann
Otto Friedrich Bollnow (1983) Otto Friedrich Bollnow im Gespräch. Hrsg. Von Hans-Peter Göbbeler und Hans-Ulrich Lessing. Mit e. Vorwort von Frithjof Rodi. Freiburg i.Br./München: Verlag Karl Alber
Astrid Schollenberger (2003) Grundzüge einer Philosophie der Hoffnung. Die Bedeutung der Krise im philosophischen und pädagogischen Denken von Otto Friedrich Bollnow, London, Turnshare Ltd.
http://turnshare.com/index.php/buchshop/product/38-grundzuege-einer-philosophie-der-hoffnungdie-bedeutung-der-krise-im-philosophischenund-paedagogischen-denken-von-otto-friedrich-bollnow

 

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